Chelsea Manning: USA Obama begnadigt Whistleblowerin

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Der scheidende US-Präsident Obama hat die 35-jährige Haftstrafe für die Whistleblowerin Chelsea Manning verkürzt. Obama gewährte der wegen Spionage zu 35-jähriger Haft verurteilten Manning in einer seiner letzten Amtshandlungen einen deutlichen Strafnachlass, wie das Weiße Haus am Dienstag mitteilte.

Chelsea Manning hatte als Soldat Bradley Manning im Irak gedient und hunderttausende Armeedokumente sowie Depeschen der amerikanischen Diplomatie von Militärrechnern heruntergeladen, die sie der Enthüllungsplattform Wikileaks zuspielte. Das Urteil war das strengste das in den Vereinigten Staaten jemals für ein solches Vergehen ausgesprochen wurde. Mannings Haftbedingungen in dem Militärgefängnis waren harsch, mehrfach wurde sie in Einzelhaft verlegt. Menschenrechtler brandmarkten ihre Haft als eine Art Folter.

Amnesty International hat parallel auch eine Unterstützungskampagne ins Leben gerufen, die den Geflüchteten in Hongkong helfen soll, die Snowden bei seiner Flucht Beistand geleistet hatten. Einen Hungerstreik gab sie nach Angaben ihres Anwalts im September auf, nachdem ihr für die nähere Zukunft eine Operation zugesagt worden war. Im August 2013 hatte sie dann bekannt gegeben, sich als Frau zu fühlen.

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Obama übergibt das Präsidentenamt am Freitag an den Republikaner Donald Trump. Nach offiziellen Angaben hat Obama bisher für insgesamt 1385 Täter einen Straferlass ausgesprochen. Der im russischen Exil lebende Geheimdienstinformant Edward Snowden, über dessen Begnadigung spekuliert worden war, steht nicht darauf. Laut der "New York Times" schrieb Manning an den scheidenden Präsidenten, er möge dafür sorgen, dass sie aus der Isolationshaft entlassen werde. Die Ex-Geheimdienst-Analystin hieß früher Bradley Manning, diente im Irak und spielte Wikileaks mehr als 700.000 geheime Dokumente zu.

Manning hat neben der amerikanischen auch die britische Staatsbürgerschaft.

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