Arbeitslosigkeit steigt im Januar auf fünf Prozent

Weniger Arbeitslose als im Vorjahr

Ein Schild weist den Weg zur Agentur für Arbeit

Ein genauer Blick in die Statistik bestätigt: Zwar wurden in den letzten Wochen, wie in den vergangenen Wintern auch, überwiegend Beschäftigte vom Bau und aus der Gastronomie entlassen. Gleichzeitig haben sich knapp 1950 künftige Schulabgänger als Bewerber für eine duale Ausbildung vormerken lassen, 120 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das war jedoch ein Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Im Ländervergleich verzeichnet Thüringen weiterhin die wenigsten Arbeitslosen in Ostdeutschland und liegt noch vor den westdeutschen Ländern Hamburg, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland.

Von der günstigen Arbeitsmarktlage profitieren zunehmend Frauen und ältere Jobsuchende. Bei den Frauen waren 8043 arbeitslos gemeldet, das sind 334 mehr als im Vormonat. "Zum Jahresende auslaufende Arbeitsverträge und witterungsbedingte Einschränkungen im Baugewerbe sind für den Anstieg als Hauptgründe zu nennen". Eine Ursache für den geringeren Anstieg sieht die Agenturchefin in der Personalpolitik der Unternehmen. "Perspektivisch kann von einer weiterhin positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ausgegangen werden, zumal sich die kommende Frühjahrsbelebung positiv auf die Bereiche Gastgewerbe, Tourismus und den Garten- und Landschaftsbau auswirken dürfte".

Die Bewegungsdaten, die die Zugänge in Arbeitslosigkeit und die Abgänge aus Arbeitslosigkeit bewerten, geben wichtige Hinweise zur Dynamik am Arbeitsmarkt. Das sind 4.600 weniger als noch vor einem Jahr. Im Januar 2016 lag sie ebenfalls bei 2,9 Prozent. 22 Prozent an. Speziell Arbeitnehmer mit witterungsabhängigen Berufen meldeten sich arbeitslos.

Insgesamt waren 4378 Personen arbeitslos gemeldet, davon 1681 (38,4 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 2697 (61,6 Prozent) in der Grundsicherung. Der Start in das neue Jahr ist im Vergleich zum Vorjahr aber besser gelungen. Besonders die Anzahl arbeitsloser Männer ist im Vergleich zum Vormonat gestiegen - näm-lich um 938 Personen.

Anstieg der Winterarbeitslosigkeit in der Stadt Trier: 3.469 Triererinnen und Trierer sind aktuell auf Jobsuche, 317 mehr als im Dezember. Vor einem Jahr lag sie noch bei 5.241 (plus 28 oder 0,5 Prozent). Damals lag die Quote bei 6,0 Prozent. Dagegen ging die Arbeitslosigkeit im SGB II-Bereich (Hartz IV) gegenüber Dezember um 89 oder 1,3 Prozent auf 6620 zurück. Die Zahl aller Arbeitsuchenden ist um 73 auf 4957 gesunken. In die-sem Jahr zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild. Der Wintereinbruch brachte zusätzliche Arbeitslosmeldungen im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Forstwirtschaft. "Zweitens suchen nun immer mehr Geflüchtete eine Beschäftigung". Das sind 280 mehr als im Vormonat und hundert mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist auf 3,6 Prozent gestiegen. Im Januar meldeten Betriebe dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters rund 160 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote zur Besetzung, rund 30 Offerten bzw. Neue Einstellungen finden über Winter kaum statt.

• Die Arbeitslosenquote beträgt im Januar 9,9 Prozent. Mit jeweils 2,9 Prozent folgen der Enzkreis und der Kreis Tuttlingen.

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