Deutschland: Schulz will Aufbruch:Für Gerechtigkeit und gegen Rechts

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Deutschland: Schulz will Aufbruch:Für Gerechtigkeit und gegen Rechts

Wenn die Verkäuferin für eine kleine Verfehlung entlassen, der Konzernchef für eine verheerende Fehlentscheidung allerdings nicht zur Rechenschaft gezogen werde, dann sei das keine Gerechtigkeit, ruft Schulz aus. Sein Mandat im Europäischen Parlament will Schulz diese Woche niederlegen.

Dafür fordert er einen Vertrauensvorschuss der Wähler - auch von Frau Maaßen. Schulz ist schon im Wahlkampfmodus: "Ich glaube nicht, dass es dort zu großen Verbrüderungsszenen kommen wird".

Gleich wird Schulz seine Würselen-Story erzählen. "Diese Mörder müssen wir mit harter Hand bekämpfen", sagte er, ohne weiter ins Detail zu gehen.

In der Partei kommt Schulz an und trifft den richtigen Ton. Leidenschaft und Kampfeswillen würden dem 61-Jährigen wohl nicht einmal diejenigen in Brüssel absprechen, die von seiner Dauerpräsenz vor allem in deutschen Medien wenig angetan gewesen sind. Die Bürger der Bundesrepublik würden durch die mit Steuermitteln getätigten Investitionen wie den Ausbau von Highspeed-Internet in ländlichen Gebieten oder medizinische Versorgung etwas zurückkriegen. Der andere (Schulz) übernimmt und betont: "Lieber Sigmar, dass Du mein Freund bist, darüber bin ich sehr froh".

Eine humane Flüchtlingspolitik müsse bei den Fluchtursachen ansetzen, sagte Schulz. In diesem Zusammenhang kritisierte Schulz die Politik des ungarischen Staatschefs Orbán, der nicht mit der EU kooperieren möchte.

Trump verdiene als frei gewählter Präsident der USA zwar "den Respekt, der ihm von Amtswegen zusteht", fügte Schulz hinzu. Schulz dankt Gabriel. Dieser habe "in großer Souveränität eine schwere persönliche Entscheidung getroffen". Die SPD strebe an, stärkste Partei zu werden, mögliche Koalitionspartner müssten sich dann an ihr orientieren. Nur ein Bündnis mit der AfD schließt er ausdrücklich aus. Zuvor hatte ihn der SPD-Vorstand einstimmig als Kanzlerkandidaten nominiert. Offiziell wird er auf einem Sonderparteitag am 19. März gekürt. In begeisterte Gesichter. "Jetzt ist Schulz" steht auf einem in die Luft gehaltenen roten Schild, das die Stimmung in der Parteizentrale wiederzugeben scheint.

Hier erfahren Sie, wie sich Martin Schulz bei seinem ersten TV-Auftritt bei Anne Will geschlagen hat. Den ersten kräftigen Beifall erntet Schulz, als er - eigentlich eine pure Selbstverständlichkeit - verkündet: "Ich trete mit dem Anspruch an, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden!" Er selbst habe das Ziel, Kanzler zu werden.

"Ich scheue keinen Konflikt", stellt der Kandidat klar.

Wähler gewonnen haben die Sozialdemokraten also von den anderen Parteien.

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sieht für seine Partei gute Chancen im deutschen Bundestagswahlkampf. Der SPD-Politiker warnte vor generellem Misstrauen gegenüber Flüchtlingen: Das wäre bereits ein Sieg des Islamischen Staates. Als weitere Ziele nennt Schulz erschwingliche Mieten für Familien in Ballungsräumen, Steuergerechtigkeit und die Bekämpfung von Steuerflucht großer Konzerne sowie Parität bei denn Krankenkassenbeiträgen und mehr Investitionen in die Bildungsinfrastruktur.

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