Fussilet-Moschee in Moabit durchsucht Drei Terrorverdächtige in Berlin verhaftet

Im Zusammenhang mit der Festnahme von Terrorverdächtigen wurde auch die „Fussilet“-Moschee in Berlin Moabit durchsucht. Quelle Reuters

BerlinIm Zusammenhang mit der Festnahme von Terrorverdächtigen wurde auch die „Fussilet“-Moschee in Berlin Moabit durchsucht

Der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri ging bei diesem salafistischen Moschee-Verein ein- und aus. Einschlägig bekannt ist den Sicherheitsbehörden auch der 21 Jahre alte Deutschmarokkaner.

Update Berlin: Festgenommene sollen Ausbildung für Tötungsdelikte angestrebt haben Gegen die drei in Berlin festgenommenen Terrorverdächtigen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat. Die Fussilet-Moschee gilt als Anlaufpunkt von Salafisten. Die Innenverwaltung arbeitet derzeit an einer Verbotsverfügung des Moschee-Vereins Fusssilet 33.

Die Vereinsräume waren am Dienstag im Rahmen einer Anti-Terror-Razzia wie schon kurz nach dem Anschlag Amris im Dezember durchsucht worden. Mehr als ein Dutzend Menschen kamen ums Leben, mindestens 50 Menschen wurden teils schwer verletzt. Mehrere Tage später wurde er in Mailand von einer Polizeistreife erschossen.

Laut Staatsanwaltschaft war der nun in Berlin verhaftete 31-Jährige ein Verantwortlicher der Moschee. Ein Polizeisprecher hatte bereits nach der Aktion mitgeteilt, es bestehe der Verdacht einer geplanten "Ausreise in Kampfgebiete" und möglicher Verbindungen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Einem Zeitungsbericht zufolge haben die Verhafteten Beziehungen zum "Islamischen Staat". Konkrete Anschlagpläne auf deutschem Territorium gebe es jedoch nicht, hieß es. Und einer hatte Kontakt zu Anis Amri!

Der Mann hatte sich am Vorabend des Attentats vom 19. Dezember mit Amri in einem Berliner Lokal zum Abendessen getroffen.

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