Trump ordnet Lockerung der Banken-Regulierungen an

Nahaufnahme von Trumps Hand die ein Dokument unterschreibt

Bildlegende Eine Unterschrift für die Wall Street Präsident Trump macht Finanzregulierungen rückgängig. Keystone

Dazu greift er wieder zum Mittel des Dekrets.

Der Geschäftsmann Trump hatte schon nach seinem Wahlsieg angekündigt, die Finanzmarkt-Regulierung aufzuweichen.

Der Republikaner werde noch am Freitag einen Erlass unterzeichnen, wonach die Wall-Street-Reformen (Dodd-Frank-Gesetz) überprüft werden sollen, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Präsidialamtes zu Journalisten.

US-Präsident Donald Trump will die Regulierung der US-Banken lockern. Die Regierung wünsche "sehr dynamische, sehr offene, sehr transparente Märkte ohne eine riesige Belastung durch Regulierungsvorschriften", hieß es.

Ein weiteres Dekret von Trump wird sich den Angaben zufolge auf eine Vorschrift beziehen, die Finanzberater verpflichtet, im besten Interesse des Kunden zu handeln. Das hatte zu Begeisterung an der Wall Street geführt - die Aktienkurse von Banken stiegen deutlich. Trumps Kritik: Dodd-Frank gebe der Finanzaufsicht so viel Macht, dass die US-Banken nicht richtig funktionierten und Geld verleihen könnten.

Damals war die Erinnerung an die Finanzkrise noch frisch: Banker und Spekulanten hatten mit hochriskanten, verschachtelten Deals über Jahre hinweg ein Kartenhaus an faulen Krediten aufgebaut. Mit Hunderten Milliarden an Steuergeld mussten Großbanken gerettet werden. Es schreibt den Finanzinstituten unter anderem eine höhere Eigenkapitalquote vor, um ihre Überschuldung zu verhindern.

In der Trump-Administration ist die Finanzlobby so stark vertreten wie in kaum einer US-Regierung zuvor. Vor allem Finanzminister Steven Mnuchin - ein Hedgefonds-Manager, der wegen seines rüden Umgangs mit Hausbesitzern als Chef einer Immobilienbank den Spitznamen "Mr. Zwangsversteigerung" trägt - verkörpert die neue Macht der Finanzlobby im Weißen Haus.

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