Trump bekräftigt Unterstützung für Nato

FBI-Chef James Comey hat bestätigt dass seine Behörde wegen des US-Wahlkampfs 2016 ermittelt

Gallup-Umfrage: Nur noch 37 Prozent für Trumps Politik

Ohne jegliche Belege hatte er behauptet, sein Vorgänger Barack Obama habe im Wahlkampf sein Telefon angezapft. Von seinen giftigen persönlichen Angriffen früherer Wochen gegen Merkel und ihre Flüchtlingspolitik ist plötzlich nichts mehr zu spüren. "Was wir alle wollen, ist eine faire Lastenteilung und die braucht einen modernen Sicherheitsbegriff", sagte die Ministerin. Trump wirkte angespannt und gereizt, war Merkel nicht zugewandt. Mit dem Fehlen einer gemeinsamen Chemie ließe sich leben, gäbe es inhaltliche Übereinstimmungen.

Merkel wiederum kritisierte Trumps Einreisebann für Bürger aus überwiegend muslimischen Nationen, in einem Telefonat belehrte sie den neuen Präsidenten offenbar über völkerrechtliche Verpflichtungen zum Schutz von Flüchtlingen.

Der Fernsehsender CNN nannte die Begegnung zwischen Angela Merkel und Donald Trump "peinlich" und bemühte sogar einen Experten für Körpersprache zur Analyse.

Wir erinnern uns - nachdem bekannt geworden war, dass ihr Handy vom US-Geheimdienst NSA abgehört worden war, hatte die Bundeskanzlerin den Satz geprägt: "Abhören unter Freunden, das geht gar nicht". Dessen Unterstützung der deutschen Politik und Rolle im Ukraine-Konflikt sei die greifbarste öffentliche Zusage an Merkel gewesen. Die bisher erkennbaren Umrisse einer neuen US-Außenpolitik werden in Europa mit großer Sorge gesehen. So will Trumps Regierung in den kommenden Monaten eine Steuerreform vorstellen, die möglicherweise eine Importsteuer für ausländische Unternehmen enthalten wird. Trumps Regierungssprecher tat das, indem er gegenüber dem "Spiegel" in Abrede stellte, dass der US-Präsident absichtlich das Angebot von Merkel ignoriert haben könnte, für die Fotografen das gewünschte Händeschütteln zu inszenieren.

Sie flog in die amerikanische Stadt Washington, um dort den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu treffen. Die Schnittmengen der beiden Politiker fallen denkbar klein aus.

Auf einen solchen Moment haben die Trump-kritischen Medien und Twitter-User nur gewartet. Als dann noch der Chef des US-Chemie-Riesen Dow Chemical Deutschland als "zweite Heimat" des Konzerns bezeichnete, konnte man bei Trump die Groschen fallen hören. Washington stört sich aber schon länger am deutschen Handelsüberschuss von 49 Milliarden Euro.

In dieser Situation wahren Merkel und Trump nur mühsam die gemeinsame Zielvorgabe, vor allem das Bekenntnis zu einer Zusammenarbeit zu betonen.

Uhr - Merkel: "Wir hatten einen guten und sehr offenen ersten Austausch".

Trump forderte die Bündnispartner beim Treffen mit Merkel abermals auf, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Trump blieben ganz offensichtlich wenig Gegenargumente: Der Handel mit Deutschland werde "fantastisch" sein, versprach er.

Pro-Europäer gehen in vielen Großstädten auf die Straße