Sparkassen drehen an der Gebührenschraube

Sparkassen schaffen die kostenlose Bargeldversorgung

Nicht mehr kostenlos Viele Sparkassen berechnen ihren Kunden jetzt Gebühren wenn diese Geld an ihren Automaten abheben

Auch Kunden der Kreissparkasse Verden sollen betroffen sein.

Wer häufig abhebt, kann auch ein "Komfortmodell" für 13 Euro im Monat wählen. Unsozial sei das nicht, so Sprecherin Beate Patolla gegenüber NDR 1 Niedersachsen. "Eine Gebühr fürs Geldabheben am Automaten wird nicht erhoben und ist zukünftig auch nicht geplant", sagt Schmidtpott. Das Modell sei gut für all jene, die nur wenig Bewegung auf dem Konto haben, etwa bei Zweitkonten. Im Angebot seien zwei Girokonto-Varianten zu monatlichen Grundpreisen von sechs beziehungsweise drei Euro.

Düsseldorf. Sparkassen kassieren laut einer Untersuchung des Finanzdienstleisters Biallo ab einer bestimmten Zahl an Abhebungen. Doch fest steht: Geldautomaten zu unterhalten ist teuer: mindestens 10.000 Euro pro Automat und Jahr.

"Das Kundenverhalten ist anders geworden", sagt auch Steffen Steudel, Sprecher des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken - neben den Sparkassen noch die häufigsten im Dorf. Langfristig wolle er eine Gebühr daher nicht ausschließen. Die Kosten dafür geben viele Banken bereits an ihre Unternehmenskunden oder große Investoren wie Fonds weiter.

Die Sparkassen gehen da einen anderen Weg.

"Bargeld-Abhebungen verursacht Kosten", begründet Pressesprecher Holger Saßmannshausen die Gebühren. Bei der Auswahl des neuen Kontos ist es wichtig, dass es zum Kunden passt.

Doch die Sparkassen sind nicht die einzigen Institute, die Gebühren fürs Abheben verlangen.

Zusätzlich unter Druck ist die Branche, weil Geschäftsbanken für Geld, das sie bei der EZB parken, Strafzinsen zahlen müssen. Gratis bleibt es für Privatleute. Gerd Puse, Pressesprecher der Sparkasse Leer Wittmund, dementierte dies dagegen am Donnerstag: "Unsere aktuellen Preismodelle sehen nicht vor, dass Kunden für das Abheben von Bargeld an Automaten Gebühren zahlen müssen". Weitere 23 verlangen Gebühren, nachdem sich ein Kunde schon zwei bis fünf Mal im gleichen Monat am Geldautomaten bedient hat.

Die Gebühr ab dem sechsten Mal beträgt meist zwischen 35 und 46 Cent.

Das Ausweichen auf den Schalter zu regulären Öffnungszeiten scheint keine echte Alternative zu sein, denn hier würden noch mehr Sparkassen Gebühren für die Bargeldauszahlung vom eigenen Konto erheben, heißt es in dem Bericht.

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