Nur wenige Punkte fehlen bis zur Bestmarke — DAX

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Nur noch 15 Punkte ...: Dax kommt Rekordhoch ganz nah

FrankfurtDie Anleger am deutschen Aktienmarkt sind am Montag vor einem Rekordhoch des Dax zurückgeschreckt. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Dienstag rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsbeginn ein Minus von 0,15 Prozent auf 12 239 Punkte.

Der jüngste Anstieg des Dax trotz zahlreicher Hürden sei zunächst ein Stärkesignal, sagten die Experten des Börsenstatistik-Magazins "Index-Radar". Allerdings kündige sich mittlerweile zumindest kurzfristig eine Überhitzung an. Der Index mittelgroßer Werte MDax stieg am Dienstag um 0,31 Prozent auf 23 969,84 Zähler. Zwischenzeitlich aufgekommene Zweifel an seiner Durchsetzungsfähigkeit bei geplanten Wirtschaftsreformen wurden jüngst von guten Konjunkturdaten dies- wie jenseits des Atlantiks übertrumpft. Trotz der steigenden Ölproduktion in den USA zeigte sich der Generalsekretär der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Mohammed Barkindo, nicht besorgt über ein zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt.

Da half es wenig, dass der US-Einkaufsmanagerindex (ISM) im März etwas besser als erwartet ausgefallen war. "Die Märkte preisen eine anziehende Konjunktur in den USA und in Europa ein". Der Rentenindex Rex stieg um 0,24 Prozent auf 142,42 Punkte. In einem Gespräch mit der "Financial Times" hatte Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle angekündigt, notfalls sein doppeltes Stimmrecht in die Waagschale werfen zu wollen, um den Zusammenschluss mit dem US-Konkurrenten Praxair auch gegen Widerstände durchzusetzen. Die Papiere von Volkswagen, Daimler und BMW büßten zwischen rund einem und anderthalb Prozent ein.

Die Blicke richten sich nun auf Daten zur Laune in der US-amerikanischen Industrie. Das sei zwar nicht auf Dialog übertragbar, zeige aber wie verletzlich eine große Abhängigkeit von Apple mache.

Bei der Deutschen Bank dreht sich weiterhin vieles um die laufende Kapitalerhöhung.

Die Aktien von Toshiba setzen in Tokio ihre Berg- und Talfahrt fort. Sie waren in der vergangenen Woche nach einem vermuteten Angriff eines vermeintlichen Leerverkäufers massiv eingebrochen. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es leicht nach oben.

Auch die übrigen europäischen Börsen tendierten freundlich.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,10 Prozent am Montag auf 0,06 Prozent. An der Börse in Hongkong zeigt sich der HSI moderat im Plus. Ein Barrel Brent zur Lieferung im Juni kostet am Morgen 53,40 US-Dollar.

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