Kai Diekmann : Ex-"Bild"-Chef wird Berater bei Uber"

Kai Diekmann wird Berater Uber

Kai Diekmann hat einen neuen Job bei Uber

Das "Public policy advisory board" trifft sich ein Mal jährlich in San Francisco.

Der ehemalige Chef der "Bild"-Zeitung, Kai Diekmann, wird Berater des amerikanischen Transportdienstes Uber". Gegen ihn ermittelt seit Monaten die Staatsanwaltschaft Potsdam wegen der Beschuldigungen einer früheren Mitarbeiterin - ob es in dieser Sache zu einer Anklageerhebung kommt oder das Verfahren eingestellt wird, ist noch nicht bekannt. Diekmann, der sich zuletzt mit Sexismusvorwürfen auseinander setzen musste, wird bei Uber Teil des Beraterstabes. Eine ehemalige Software-Entwicklerin beschrieb in einem Blogeintrag eine Unternehmenskultur, die von Frauen-Diskriminierung geprägt sei. Die Google-Schwesterfirma Waymo wirft dem Fahrdienstleister in einer Klage Datendiebstahl vor. In Europa ist das Angebot des Taxikonkurrenten, bei dem die Vermittlung direkt zwischen Kunden und Fahrer stattfindet, teilweise oder ganz verboten worden. Hier darf sich der Journalist als Berater des Unternehmens in politischen Fragen einbringen. Und der Unternehmenschef Travis Kalanick war nach einem auf Video aufgezeichneten Streit mit einem Uber-Fahrer in die Kritik geraten. Der Einsatz für das mit mehr als 60 Milliarden US-Dollar bewertete Start-up-Unternehmen wurde bisher mit Firmenanteilen kompensiert, wie der "Spiegel" berichtet. Diekmann war zuletzt mit einer Reihe von Uber-freundlichen Postings bei Twitter aufgefallen. Ein Uber-Sprecher bestätigte die Personalie.

Diekmanns Aufgabe, so t3n weiter, bestehe in einer "kulturellen Übersetzungsarbeit" zwischen der Silicon-Valley-Firma und Europa. Erklärtes Ziel des "Public Policy Advisory Board" sei es nicht, Lobbyarbeit zwischen Wirtschaft und Politik zu betreiben.

Dreißig Jahre lang war Diekmann, mit kurzen Unterbrechungen, bei Springer.

Diekmann hatte Ende Januar den Axel-Springer-Verlag verlassen. Dem Vernehmen nach soll in diesem Zuge auch ein weitreichender Konkurrenzausschluss vereinbart worden sein. Nun wird öffentlich, was er künftig machen wird: Diekmann soll den Fahrdienst Uber beraten.

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