Mutter vor den Augen ihrer Kinder erstochen: Motiv unklar

Wurde die Afghanin erstochen, weil sie Christin wurde?

Afghane erstach Frau, weil sie Christin wurde

Die beiden fünf und elf Jahre alten Kinder, die mit ansehen mussten, wie ihre Mutter umgebracht wurde, sind in der Obhut von Behörden. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, der 29-jährige Afghanin könnte die Frau erstochen haben, weil sie ebenfalls Afghanin war und zum Christentum konvertiert ist. Ebenso steht noch nicht fest, ob sich Opfer und Täter kannten. Es sei aber eher eine flüchtige Bekanntschaft gewesen, Eifersucht komme als Tatmotiv nicht in Frage. Am Samstagabend war sie vor den Augen ihrer Kinder vor einem Supermarkt niedergestochen worden. Sie starb wenig später im Krankenhaus. Ein 29 Jahre alter Flüchtling - ebenfalls aus Afghanistan - gilt als dringend tatverdächtig. Der laut Polizei geständige Mann wird in einer Nervenklinik behandelt. Laut dem Polizeisprecher gibt es Hinweise, dass der Afghane "psychisch auffällig" sei.

Nach wie vor werden von der Kriminalpolizei umfangreiche Ermittlungen im Umfeld des Opfers und auch des Täters geführt, die sich aufgrund der Sprachbarrieren schwierig und sehr aufwändig gestalten. Der Täter wurde auf richterlichen Beschluss in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung gebracht. Wackerbarth wird am 4. Mai die Trauerfeier für Farima S. leiten. Zwei erwachsene Söhne sind laut dem Pfarrer Muslime geblieben.

Auch Priens Bürgermeister Jürgen Seifert äußerte sich erschüttert. In Prien am Chiemsee (10 000 Einwohner, Bayern) fand sie eine neue Heimat. Die 38-Jährige hielt sich seit 2011 im Lande auf; sie lebte in einer eigenen Wohnung in dem Ort. In Deutschland ist er der Polizei zufolge seit 2013. Der Täter sei ein "psychisch extrem kranker Mensch", sagte Wackerbarth gegenüber idea. An diesem Donnerstag wird die Frau auf dem örtlichen Friedhof beerdigt. Ihm zufolge half die 38-Jährige etwa auf dem Christkindlmarkt mit und kochte regelmäßig bei Kirchenfesten.

Tschechischer Ministerpräsident Sobotka kündigt seinen Rücktritt an