Eon und EnBW kämpfen mit Energiewende

Der Nettogewinn des Energiekonzerns Eon halbierte sich im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahr nahezu auf 628 Millionen Euro

Eon habiert Gewinn im ersten Quartal

Die frühere Eon-Tochter Uniper steigerte dagegen den Gewinn. Grund hierfür seien gestiegene Netzentgelte sowie höhere Beschaffungskosten im Strom- und Gasbereich in Deutschland und Großbritannien gewesen, teilte der Vorstand mit. Der Energiekonzern musste die überhöhten Buchwerte für Uniper nach dem Börsengang an die erste Marktkapitalisierung anpassen und alleine für Uniper elf Milliarden Euro abschreiben.

Wenig Freude gibt es auch beim Karlsruher EnBW-Konzern: Die kommenden Belastungen aus dem Pakt zur Entsorgung der atomaren Altlasten sowie die niedrigen Börsenstrompreise hatten 2016 zu einem Verlust von fast 1,8 Milliarden Euro geführt. Das Unternehmen geht davon aus, die Belastungen aus dem ersten Quartal im Jahresverlauf vollständig auszugleichen. Sie soll für 2016 wegen der Verluste zwar auf 21 Cent gekürzt werden, für 2017 aber wieder auf 30 Cent pro Aktie steigen, wie Eon bereits Mitte März bekanntgegeben hatte. Eon werde auch dank der Kapitalerhöhung vom März dieses Jahres die Verschuldung weiter senken, versprach Teyssen.

Rekordverluste 2016, Sparprogramme und die mühsame Suche nach neuen Produkten: Deutschlands Energiekonzerne haben einen schwachen Start ins neue Jahr hingelegt. Dazu trug auch die jüngste Kapitalerhöhung bei.

Das um Sonderfaktoren bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank um rund ein Drittel auf etwa 1 Milliarde Euro. Eon selbst hat sich komplett auf das Geschäft mit der Energiewende konzentriert - und versucht mit erneuerbaren Energien, Vertrieb und Netzen in der neuen Energiewelt wieder zu wachsen.

Der Umsatz sank um 7 Prozent auf rund 10,5 Milliarden Euro. Dabei profitierte der Konzern, der im vergangenen Jahr vom Energieversorger Eon abgespalten wurde, von einer höheren Bewertung seiner Finanzinstrumente. Eon hält noch 47 Prozent am Unternehmen.

Operativ verdiente Uniper hingegen weniger, was allerdings auch an positiven Sondereffekten im Vorjahr lag, wie etwa angepasste Lieferkonditionen für Gasbezugsverträge.

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