Polizei nimmt fünften Mann in Verbindung mit Manchester-Anschlag fest

Der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, hatte erklärt, er gehe davon aus, "dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen". Abedi, der Sohn libyscher Eltern, war im Raum Manchester aufgewachsen.

Sie will US-Präsident Trump auf dem Nato-Gipfel in Brüssel, an dem beide teilnehmen, mit den Vorwürfen konfrontieren. Dies deute darauf hin, dass Abedi wahrscheinlich nicht allein gehandelt habe.

Großbritannien war bereits mehrfach Ziel terroristischer Angriffe. Er war nach Angaben der Spezialkräfte mit den Einzelheiten des Anschlags vertraut gewesen und habe eingeräumt zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu gehören.

Die Ermittler machen den 22 Jahre alten Salman Abedi für den Anschlag auf ein Popkonzert verantwortlich. 22 Menschen wurden getötet und 59 verletzt, darunter viele Kinder und Jugendliche. Seitdem sind in Verbindung mit dem Attentat sechs Männer festgenommen worden.

Rudd beschwerte sich wegen der Weitergabe interner Erkenntnisse zum Manchester-Attentat bei den zuständigen Stellen in den USA. In Libyen sind zudem der Vater und der jüngere Bruder in Gewahrsam genommen worden. Nach Angaben des französischen Innenministers Gérard Collomb war er wahrscheinlich in Syrien. Einige IS-Bekennisse haben sich in der Vergangenheit als falsch erwiesen.

Der mutmaßliche Attentäter war dem Geheimdienst bekannt.

Auf Spurensuche: Abedi kam 1994 in Großbritannien auf die Welt und wuchs in Manchester auf. Kurz vor dem Terroranschlag soll Abedi zu Besuch in Libyen gewesen sein, wo ein Teil seiner Familie lebt.

Das bislang jüngste Todesopfer der Attacke auf die Konzerthalle in Manchester war ein achtjähriges Mädchen. Deutsche sind nach Erkenntnissen der Bundesregierung nicht unter den Opfern.

Die Bombe war nach den Worten eines behandelnden Arztes offensichtlich auch mit Nägeln bestückt. Etliche Opfer hätten auch Schädel-Hirn-Verletzungen, sagte der Neurologe Stefan Schumacher dem Südwestrundfunk (SWR).

Manchester Wer war Salman Abedi, der Attentäter von Manchester? Der weltberühmte Wachwechsel vor dem Buckingham-Palast wurde für Mittwoch abgesagt, um Personal für anderen Aufgaben freuzustellen. Wegen der tragischen Ereignisse werde die "Dangerous Woman Tour" ausgesetzt, teilte die O2-Arena in London auf ihrer Internetseite mit. Wenig später konnte die Polizei Entwarnung geben: Ursache für den Alarm sei ein verdächtiges Paket gewesen, erklärte die Polizei zu Mittag. Auch mehrere Landesregierungen ordneten für ihre Behörden Trauerbeflaggung an. Dort hätte die 23-Jährige eigentlich noch in dieser Woche am Donnerstag und Freitag Konzerte geben sollen. Bis dahin wolle man die Situation neu bewerten.

12 Uhr: Großbritannien gedenkt der Opfer des Selbstmordanschlags von Manchester: Im ganzen Land halten die Bürger um 11 Uhr (Ortszeit, 12 Uhr MESZ) zu Ehren der Opfer für eine Schweigeminute inne. Gemeinsam sandten sie am Donnerstag eine Videobotschaft, die am Rande des Evangelischen Kirchentages in Berlin aufgezeichnet wurde. Die Sicherheitsvorkehrungen sind deutlich schärfer als bei früheren Kirchentagen. Damit befanden sich insgesamt acht Verdächtige in britischem Polizeigewahrsam. Zum Schutz von Großveranstaltungen und öffentlichen Plätzen werden nun auch Soldaten eingesetzt.

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