Militärische Aggression Nordkoreas: Nordkorea testet wieder eine Rakete

In den 90er Jahren herrschte eine große Hungersnot in Nordkorea

Nordkorea: Staatsmedien: Nordkorea testet neue Flugabwehrwaffe

Bei dem Test wurde laut Südkoreas Militär nahe Wonsan eine Kurzstreckenrakete abgefeuert. Das Geschoß dürfte die 200-Meilen-Zone um Japan, in der das Land Vorrechte bei der Meeresverwaltung hat, erreicht haben. Südkorea bestätigte den Abschuss. Die Regierung legte Protest ein und verurteilte den Raketenabschuss "auf das Schärfste". Regierungschef Shinzo Abe erklärte, man wolle in Zusammenarbeit mit den USA "gezielte Maßnahmen" ergreifen, um Nordkorea abzuschrecken. Dabei handelt es sich laut japanischer Militärs um eine Kurzstreckenrakete des Typs Scud.

Japans Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga sagte gegenüber Reportern, dass die Rakete offenbar in Japans ausschließlicher Wirtschaftszone niedergegangen sei.

"Bemerkenswert" verbessert Der südkoreanische Präsident Moon Jae In rief eine Sitzung des Sicherheitskabinetts ein, um über den jüngsten Vorfall zu beraten. Nach japanischen Angaben landete die Rakete rund 300 Kilometer nördlich der Oki-Inseln und 500 Kilometer westlich der Insel Sado.

Ungeachtet mehrerer UNO-Resolutionen hat Nordkorea am Montag erneut eine ballistische Rakete abgefeuert. "Wir werden Nordkoreas fortgesetzte Provokationen, die die wiederholten Warnungen der internationalen Gemeinschaft ignorieren, niemals hinnehmen", sagte Abe. Diese hatte am Vortag jedoch einen Bericht veröffentlicht, nach dem Machthaber Kim Jong Un einen erfolgreichen Start eines Waffensystems gegen Luftfahrzeuge überwacht habe.

In Washington befürchtet man, dass Pjöngjang bald Langstreckenraketen entwickelt haben könnte, die Atomsprengköpfe in die USA tragen können. Mit seinen Tests verstößt Nordkorea gegen Auflagen des UNO-Sicherheitsrats.

Experten gehen davon aus, dass Nordkorea noch mehrere Jahre davon entfernt ist, die Vereinigten Staaten mit einer Interkontinentalrakete anzugreifen.

US-Präsident Trump wurde bereits über den Test informiert. Doch jeder Test bringt die Führung näher an dieses Ziel heran. Pjöngjang versucht - wie seit Jahren - mit Raketentests einerseits dem Status einer Atommacht näher zu kommen und setzt die Tests zugleich als diplomatisches Druckmittel ein. "Die US-Regierung weiß Bescheid", hieß es in einer in Washington verbreiteten Erklärung des Nationalen Sicherheitsrates.

US-Präsident Donald Trump spielte denn auch den Ball indirekt China zu, Nordkoreas wichtigstem Verbündeten: "Nordkorea hat sich gegenüber seinem Nachbarn China respektlos gezeigt - wo sich doch China so sehr [um eine Lösung] bemüht!", twitterte er.

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