Mitten im Liverpool-Stadion | Hoffenheim-Fan putzt sich die Zähne

Sandro Wagner

Bitter enttäuscht Sandro Wagner schaffte mit der TSG Hoffenheim nicht den Einzug in die Königsklasse

Dabei hatten sich die "Nagelsmänner" so viel vorgenommen, und auch der Trainer selbst spuckte vor der Partie große Töne.

Der Druck vorher war enorm. TSG-Torhüter Oliver Baumann hatte weiterhin alle Hände voll zu tun und konnte sich - wie bereits in Durchgang eins - vielfach auszeichnen. Mit ein bisschen mehr Präzision hätte die TSG bei einem Angriff in der 7. Minute, bei dem Gnabry letztlich im Abseits stand, sogar in Führung gehen können. "Ich habe jetzt keine Wunschgegner". Und ein bisschen passte diese Zurückhaltung ja auch zu Liverpools Rückkehr in die Champions League. Wir haben hart dafür gearbeitet. Bei Hoffenheim ist man dennoch guter Dinge. Dann sind wir kopflos angerannt und haben kopflos gespielt", sagte er: "Zudem standen zwei, drei Spieler in den ersten 30 Minuten nicht auf dem Feld.

In der ZDF-Mediathek kann das Spiel vom FC Liverpool gegen 1899 Hoffenheim live im Stream mitverfolgt werden. Es war ein fußballerisches Lehrstück, was die spielfreudigen Sadio Mané, Roberto Firmino und Mohamed Salah boten.

Oliver Baumann
Zuspruch nach Abpfiff Keeper Oliver Baumann musste nach dem 2:4 getröstet werden

In Liverpool lernten die Hoffenheimer ziemlich schmerzhaft ihre Grenzen kennen. Den stärksten Szenenapplaus des fachkundigen Publikums bekam bezeichnenderweise keiner der famosen Angreifer, sondern der deutsche Nationalspieler Can, als er mit einer Drehung tief in der eigenen Hälfte Hoffenheims Pressing umging und für einige Minuten etwas Ruhe in die Partie brachte. "Für mich ist erst Halbzeit", sagte der 50-Jährige am Dienstagabend mahnend. "Wir haben uns nicht an unseren Plan gehalten".

Auf den ersten Blick ist schon alles so gut wie entschieden. Es ist schwer, Worte zu finden. Gegen so eine Mannschaft ist es natürlich schwer, zurückzukommen.

Für Hoffenheim war in vielen Situationen an diesem Abend alles eine Nummer zu groß: das Stadion, der Gegner, die Aufgabe. Mark Uth (29.) und Sandro Wagner (79.) trafen für Hoffenheim. Das ist unerklärlich. Das ist ganz bitter.

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