Aus und vorbei? StudiVZ schlittert in die Pleite

Der Betrieb von StudiVZ soll trotz der Insolvenz fortgeführt werden

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Mit dem wachsenden Erfolg von Facebook und anderen sozialen Netzwerken wendeten sich die Nutzer ab.

Sehr früh konnte man erkennen, dass studiVZ technisch nicht mit Facebook mithalten konnte, Neuerungen wie der "Plauderkasten" und der "Buschfunk" zündeten nicht wirklich, die Konkurrenz beherrschte diese Chat- und Statusupdate-Funktionen deutlich besser. Immer mehr Nutzer kehrten dem Netzwerk den Rücken. Das Online-Magazin "Gründerszene" hatte zuerst von der Pleite erfahren.

Die Poolworks Germany Ltd. hat am Donnerstag vor dem Amtsgericht Berlin Charlottenburg Insolvenz angemeldet (Aktenzeichen 36p IN 4706/17).

Der eingesetzte vorläufige Insolvenzverwalter Jesko Stark der Kanzlei GT Restructuring, der Restrukturierungseinheit von Greenberg Traurig, sagte Gründerszene am Freitagvormittag: "Noch ist die Anmeldung ganz frisch, aber nach dem, was ich bisher zu sehen bekommen habe, bin ich zuversichtlich, dass der Betrieb weitergehen kann".

Aktiv bleibt demnach auch die ebenfalls zur VZ-Gruppe gehörende Seite meinVZ. Sie erhalten nun Insolvenzgeld. Dabei sollen die beiden Angebote zukünftig zu einer Plattform verschmolzen werden. StudiVZ und Facebook - Beinahe-LiaisonBesonders bitter: Der Holtzbrinck-Verlag kaufte StudiVZ 2007 für rund 85 Millionen Euro.

Nach der Übernahme durch ein mysteriöses US-Unternehmen hat das Unternehmen hinter StudiVZ und MeinVZ ein Insolvenzverfahren beantragt. Seinen Angaben zufolge arbeiten derzeit noch sieben Mitarbeiter für die Netzwerke.

Nach einer viermonatigen erfolgreichen Zusammenarbeit besteht bereits ein Prototyp der neuen Plattform und das Projekt befindet sich nur drei Monate vor Abschluss. Zwar behauptet das Netzwerk, aktuell rund zehn Millionen Mitglieder zu haben, man spricht aber explizit von "registrierten" und nicht "aktiven" Mitgliedern.

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