USA schwächen Position zu Nordkorea ab

US-Verteidigungsminister James Mattis spricht vor Pressevertretern über das gespannte Verhältnis zu Nordkorea

US-Verteidigungsminister James Mattis spricht vor Pressevertretern über das gespannte Verhältnis zu Nordkorea. | Bild NICHOLAS KAMM

Die südkoreanische Regierung sprach sich für harte Maßnahmen aus.

Der Sicherheitsrat will an diesem Montag erneut über den Konflikt mit Nordkorea beraten und dabei möglicherweise auch über weitere Sanktionen abstimmen. Die USA würden den "fälligen Preis dafür zahlen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang laut der offiziellen Nachrichtenagentur KCNA. Auch das Reiseverbot für den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un wurde gestrichen.

Die USA legten dem Sicherheitsrat einen abgeschwächten Resolutionsentwurf zu Nordkorea vor. Dazu gehört unter anderem ein Exportverbot aller Öl- und Erdgasressourcen nach Nordkorea. In der neuen Beschlussvorlage sind laut Aussagen von Diplomaten einige Strafmaßnahmen milder ausgefallen: So soll ein Ölembargo weiterhin vorgesehen sein, es soll aber schrittweise und nicht sofort in vollem Umfang umgesetzt werden. Die USA wollen verschärfte Sanktionen gegen Pjöngjang durchsetzen und haben auch ein Ölembargo ins Spiel gebracht.

Manche Sanktionen wurden in dem neuen Entwurf laut Diplomaten weggelassen oder abgemildert.

Auch die geplanten Durchsuchungen verdächtiger nordkoreanischer Schiffe auf hoher See sollen mit weniger Härte geschehen. Die Zustimmung der beiden Vetomächte galt zuletzt als ungewiss.

Zugeständnisse machte Washington demnach auch beim Status von Nordkoreanern, die im Ausland arbeiten.

Die weitgehend abgeschottete nordkoreanische Führung ließ den Atomtest derweil feiern.

"Die künftigen Maßnahmen von Nordkorea werden den USA so große Schmerzen und Leiden zufügen, die sie jemals in ihrer Geschichte erlebt haben", hieß es weiter.

► Allerdings würden die bestehenden Sanktionen sowohl von Nordkorea als auch von anderen Ländern immer wieder umgangen, hieß es in einem vor Kurzem veröffentlichten Bericht von UN-Experten, die die Situation jährlich überprüfen.

Bundeskanzlerin Merkel sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", Deutschland sei bereit, an Gesprächen mit Nordkorea nach dem Vorbild der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm teilzunehmen - wenn das gewünscht sei. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte jüngst Bedenken geäußert, ob Sanktionen gegen Nordkorea ein effektives Mittel seien, um den Ausbau des Atomprogramms zu stoppen.

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