Weniger Badetote im Sommer 2017

Ein Rettungsschwimmer am Strand von Bansin auf der Insel Usedom

Bild vergrößern Die DLRG hatte in diesem Sommer insgesamt weniger Badetote zu beklagen als im Sommer 2016

Das ist das Ergebnis einer Sommerbilanz der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), die am Donnerstag vorgestellt wurde.

Auch beim Nachbarn gebe es weniger Badeunfälle: Während im vergangenen Jahr noch 20 Menschen in Schleswig-Holstein ertrunken sind, verunglückten 2017 laut DLRG elf Menschen in den ersten acht Monaten. Der zweitniedrigste Wert in den ersten acht Monaten des Jahres seit der Erhebung sei aber kein Grund zur Entwarnung, der Rückgang liege eher am schlechten Wetter, hieß es. Allerdings seien die Zahlen auf den "praktisch nicht stattgefundenen Sommer" zurückzuführen. Unfallschwerpunkte sind nach wie vor Binnengewässer. Dass es besonders an Flüssen, Seen und Teichen vermehrt zu Badeunfällen kommt, liege laut Haag daran, dass "diese selten bewacht sind".

Um diese Fälle zu verringern, fordert der DLRG, dass Rettungsschwimmer an Badestellen im Binnenland eingesetzt werden.

Mit 25 Toten sei an Nord- und Ostsee bisher fast der Wert von 26 Opfern aus dem Gesamtjahr 2016 erreicht. Dort starben 62 Menschen, in Niedersachsen waren es 38 und in Nordrhein-Westfalen 37.

Die Zahl jugendlicher Opfer sei zwar rückläufig. Nach Angaben des Schwimmmeisterverbandes können 40 bis 45 Prozent der Viert- bis Sechstklässler nicht richtig schwimmen.

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