USA und EU verhängen neue Sanktionen gegen Nordkorea

Trump und Haley

US-Präsident Donald Trump und die Botschafterin der USA bei den UN Nikki Haley auf dem Weg zum UN-Hauptquartier

Für die USA hat Präsident Donald Trump am Donnerstag Sanktionen gegen Firmen, Personen und Institutionen, die Geschäfte mit dem Land machen angekündigt - auch für ausländische Banken. Der US-Präsident teilte allerdings zugleich mit, dass die chinesische Zentralbank bereits damit begonnen habe, ihre Transaktionen mit dem Nachbarland zurückzufahren. China spielt als der mit Abstand größte Handelspartner Nordkoreas eine Schlüsselrolle in den Bemühungen, das Land zum Einlenken zu bewegen. Auch die EU soll neue Sanktionen beschlossen haben. Er habe als US-Präsident lange Zeit der Erläuterung der Position zur nordkoreanischen Nuklearproblematik und Nordkorea-Fragen gewidmet, was deutlich gezeigt habe, wie ernst die US-Regierung die Angelegenheit nehme. Der neue Erlass werde die Einnahmequellen zum Versiegen bringen, mit deren Hilfe Nordkorea "die tödlichsten der Menschheit bekannten Waffen" entwickeln wolle, sagte Trump.

Die Botschafter der EU-Mitgliedstaaten einigten sich unterdessen in Brüssel ebenfalls auf eine Reihe weiterer Strafmaßnahmen.

Diese Drohung löste heftige Reaktionen aus.

Trump hatte in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung gesagt, die USA sind stark und geduldig, aber falls es für die Verteidigung der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündete nötig sei, werde Washington vor einer "totalen Zerstörung" Nordkoreas nicht zurückschrecken. Es gehe unter anderem um ein vollständiges Verbot von Investitionen und Öl-Exporten.

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho, der am Freitag vor dem Uno-Plenum sprechen will, bezeichnete Trumps Äußerungen als "Hundegebell" und sagte, Trumps Berater täten ihm leid.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm schaukelt sich seit Monaten hoch. Sie halte "jede Art von militärischer Lösung für absolut unangemessen".

In Zusammenhang mit Nordkorea ist in New York auch das Iran-Abkommen ein Thema.

"Die Rede war billig, hässlich, dumm und unwahr. das war nicht ein Zeichen seiner Macht, sondern der Wut, Verzweiflung und Leichtigkeit des Gehirns", sagte Khamenei am Donnerstag laut Nachrichtenagentur ISNA.

Nordkorea hatte die Weltgemeinschaft in den vergangenen Wochen nicht nur mit seinem sechsten Atomwaffentest, sondern auch mit Raketentests in Unruhe versetzt.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm steht auch im Zentrum des derzeitigen einwöchigen Treffens von Staatenlenkern aus aller Welt in New York.

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