Kim Jong-un warnt Trump vor "höchster Stufe der Aktionen"

Nordkorea: Trumps UNO-Rede war Hundegebell

Die Drohungen des US-Präsidenten hätten ihm weder Angst gemacht noch ihn gestoppt, sondern vielmehr darin bestätigt, dass "der Weg, den ich gewählt habe, richtig ist", wurde Kim weiter zitiert.

US-Präsident Donald Trump lässt sich die persönliche Beschimpfung durch den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un nicht gefallen. "Ich werde den Mann, der die Hoheit über das Oberkommando in den USA hat, für seine Rede teuer bezahlen lassen", äußerte sich Kim zu Trumps jüngster Rede, in welcher er Nordkorea mit der "völligen Zerstörung" gedroht hatte.

In den Augen des nordkoreanischen Diktators zeige die Ansprache Donald Trumps vor allem dessen bedenklichen Geisteszustand. Ausländische Unternehmen und Finanzinstitutionen mit Geschäftsverbindungen nach Nordkorea sollen sanktioniert werden.

Trump hatte den rhetorischen Schlagabtausch um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm Dienstag in seinem ersten Auftritt vor der UN-Vollversammlung angeheizt, indem er warnte, das US-Militär würde das ostasiatische Land notfalls "völlig zerstören". Das Atomprogramm des Landes stellte er als Gefahr für die ganze Welt dar. Ri habe das in New York in Anspielung auf die Drohung von Kim Jong Un mit "einer harten Gegenmaßnahme auf höchstem Niveau" gegen die USA gesagt. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte in Peking, die Lage auf der Koreanischen Halbinsel sei "kompliziert und heikel". Er wisse aber nicht, wie Kims Befehle aussehen würden, wurde er von Yonhap zitiert.

Russland lehnt wie die anderen Vetomächte im Sicherheitsrat die atomare Bewaffnung des isolierten kommunistischen Nachbarlandes ab, kritisiert aber auch die militärischen Drohgebärden der USA in der Region.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erneut eine deutsche Vermittlerrolle angeboten. "Wir alle sind beunruhigt, wenn wir sehen, was für Atomtests in Nordkorea durchgeführt werden", sagte sie bei einem Wahlkampfauftritt im hessischen Heppenheim. Es dürfe nur diplomatische Lösungen des Konflikts geben. "Deshalb ist Deutschland und auch Europa bereit, hier mitzuhelfen, diesen Konflikt zu lösen". "Wenn diese Einigkeit nun durchbrochen würde, wäre das eine neuerliche und ungeheuerliche Steigerung des schon jetzt verantwortungslosen Vorgehens Nordkoreas".

Auch Moskau rief zur Zurückhaltung auf, um keine weitere Eskalation zu provozieren.

Bislang hatten sich insbesondere Russland und China aber auch die Europäische Union gegen noch schärfere Sanktionen gestellt. Die EU will die neuen Sanktionen im Oktober verabschieden. Darauf hätten sich die für Sicherheitsfragen zuständigen EU-Botschafter am Abend geeinigt, hieß es aus EU-Diplomatenkreisen. Neben dem Investitionsverbot sollen auch Ölausfuhren in das Land untersagt werden. Am Donnerstag ordnete Trump per Dekret neue Sanktionen gegen Nordkorea an. Sie zielen darauf ab, jeglichen Handel mit Nordkorea zu unterbinden.

Proteste: Arbeiter von Thyssenkrupp wollen Stahlproduktion komplett stoppen
Rumpf der historischen "Landshut"-Maschine in Deutschland gelandet"