Proteste: Arbeiter von Thyssenkrupp wollen Stahlproduktion komplett stoppen

Demonstration geplant Bild AFP

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"Die Leute sind sehr verunsichert", beschrieb Thyssenkrupp-Betriebsrat Klaus Wittig die Situation.

Für den Freitag haben Betriebsrat und IG Metall zu einer Großdemonstration in Bochum aufgerufen, zu der mindestens 5000 Teilnehmer erwartet werden. Grund sind die Proteste gegen die geplante Fusion der Thyssenkrupp-Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata.

Vor einer geplanten Großdemonstration gegen die Stahlfusionspläne von Thyssenkrupp haben Beschäftigte des größten deutschen Stahlkonzerns am Freitag die Produktion weitgehend zum Erliegen gebracht. Die Anlagen würden mit Beginn der Frühschicht heruntergefahren, kündigte ein Sprecher des Betriebsrats an. Der Thyssen-Betriebsrat fürchtet, es werden deutlich mehr. Durch die Fusion sollen in beiden Betrieben je 2000 Stellen abgebaut werden.

Angesichts erheblicher Überkapazitäten auf dem Weltmarkt sieht Konzernchef Heinrich Hiesinger keine Alternative zu der Zusammenlegung des eigenen Stahlgeschäfts mit dem von Tata in Europa. Trotzdem sei es schwer vorstellbar, dass angesichts des Engagements der britischen Regierung bei der Regelung der Pensionslasten das Werk zur Disposition stehe, sagte Döhrn. Die Standorte in Deutschland müssten erhalten und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden.

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